Wo fange ich diesmal an?
Beim ersten Mal war da ein leerer Monitor und viele Fragezeichen.
Heute ist da Erfahrung – und trotzdem fühlt es sich wieder ein Stück weit genauso an.
Denn auch wenn man denkt, man wüsste inzwischen, wie alles funktioniert, bringt einen ein neuer Hund ganz schnell wieder zurück auf Anfang. Nur anders. Intensiver. Ehrlicher.
Aisii ist nicht einfach „die Nächste“.
Sie ist ihre ganz eigene Geschichte.
Und genau deshalb verdient sie auch ihre eigenen Worte.
Unsere kleine Kaiserin
Manche Dinge plant man. Und manche passieren einfach so, wie sie passieren sollen.
Schon lange bevor unser A-Wurf zur Welt kam, stand fest: Eine Hündin bleibt. Der Plan war, die Erstgeborene zu behalten. Doch wie so oft kam es anders.
Azou kam ganz klassisch zuhause zur Welt. Lili folgte kurz darauf – draußen, auf dem Bürgersteig. Und dann kam die Entscheidung, in die Klinik zu fahren.
Dort wurde sie geboren. Unsere kleine Kaiserin. Aisii.
Sie ist eine Eins-zu-eins-Kopie ihres Vaters Sifu. Nur eben in weiblich. Wer ihn kennt, erkennt sie sofort.
Echt. Direkt. Basenji.
Sie ist eine Eins-zu-eins-Kopie ihres Vaters Sifu. Nur eben in weiblich. Wer ihn kennt, erkennt sie sofort.
Wild, direkt, ungefiltert – und mit einer Selbstverständlichkeit, die man nicht erklären kann.
Distanz kennt sie nicht. Sie geht auf Menschen zu als würde sie sie seit Jahren kennen. Bleibt stehen, einen Zentimeter vor deinem Gesicht, und prüft erstmal in Ruhe, was es heute zu Mittag gab. Kein Zögern, keine Scheu – einfach rein.
Ein absoluter Icebreaker. Und eine positive kleine Wilde.
Wenn wir sie mit Bisou als Welpe vergleichen, prallen zwei Welten aufeinander. Bisou war die kleine Queen – elegant, manchmal wählerisch, immer mit Haltung. Aisii ist das komplette Gegenteil. Direkt, ehrlich, manchmal ein bisschen drüber. Aber immer echt.
Sie bringt uns täglich zum Lachen. Manchmal auch zur Verzweiflung. Beides gehört dazu.
Vollgas
Das erste Jahr war…intensiv.
Sofaecken, Leisten, Möbel – nichts war wirklich sicher. Dazu Trotzpinkeln auf den Teppich und eine Energie, die gefühlt kein Ende hatte. Sie hat uns mehr als einmal auf die Probe gestellt.
Heute haben wir einen guten Mittelweg gefunden. Aber einfach ist sie nicht – und genau das wollten wir auch nie.
Sieben Kilometer am Tag sind für sie ein Warm-up. Danach geht es oft noch aufs Fahrrad, damit sie körperlich wirklich runterkommt. Mental fordert sie etwas anderes: Schnüffelaufgaben, Denkspiele – da ist sie schneller ausgelastet als ihr Körper es je sein wird. Genau da merkt man, wie viel in ihr steckt.
Sie Liefert...
Dass sie auf die Rennbahn gehört, war von Anfang an klar.
Sie trainiert in Mertingen bei den Windhundfreunden, hat ihre Rennlizenz erworben – und direkt gezeigt, wofür.
2025, Mammendorf: Landesrennsieger Südbayern. Auf der Bahn ist sie eine absolute Granate.
Auch im Coursing hat sie direkt überzeugt. In Tschechien startete sie in der Beginner Class – ihr erstes Mal am Lure, Seite an Seite mit ihrer Halbschwester Zouhyah. Voller Einsatz. Von der ersten Sekunde an.
Im Showring das gleiche Bild. Erster Start. Keine Vorbereitung. Kein Ring-Training. Trotzdem: Excellent, Platz 2 von 5.
Stolz beschreibt es nicht mal ansatzweise.
Einen Monat später, 15.06.2025 – CAC Sveti Ivan Zelina: Junior Best of Breed. Und Best of Breed. An diesem Tag hat sie sogar ihre eigene Mutter hinter sich gelassen.
Genau für solche Momente machen wir das. Auf der Bahn zeigt sie genau, wer sie ist.
Aisii ist kein einfacher Basenji. Sie ist fordernd, direkt, manchmal drüber. Aber genau das macht sie aus.
Sie hält uns auf Trab – täglich, zuverlässig, mit vollem Einsatz. Und wir sind gespannt, was noch kommt.
Denn eines ist sicher: Langweilig wird es mit ihr nicht.